Der Mann an der Klarinette und dem Saxophon hat nicht nur irre Puste, sondern auch komödiantisches Talent. Und wenn er am Ende nonstop und ohne Luft zu holen minutenlang in die Tube bläst, ist das Publikum aus dem Häuschen. Denn solch eine heiße Nummer hätte selbst Schillers großem Idol Benny Goodman Respekt abgenötigt.

Esslinger-und Cannstatter Zeitung








Das „Toby Tones Trio“ präsentierte einiges aus ihrem schwungvollen Repertoire zwischen Swing und Jive. Toby Schiller, Christian Bader und Joachim Dette begeisterten mit U-Musik auf hohem Niveau –nostalgische Songperlen eingearbeitet.

Wiesbadener Kurier





Toby Tones heizen ordentlich ein 

Konzert Zur Eröffnung der internationalen Musiktage Mittelrhein gab`s Mitreißend - Nostalgisches

Koblenz. "Manche mögen`s heiß" ist nicht nur der Titel eines Erfolgfilms mit Marilyn Monroe, sondern auch die Überschrift der Eröffnung der Internationalen Musiktage Mittelrhein. Angesichts spätwinterlicher Außentemperaturen traf dieser Titel sicherlich auf mehr als nur manche im Publikum zu, die sich in der Koblenzer Niederlassung von Hauptsponsor Mercedes- Benz eingefunden hatten. Und wer auf heiße Musik gehofft hatte, wurde wahrlich nicht enttäuscht. Die Toby Tones, eine Combo aus Berlin, die sich den Stilrichtungen Swing, Jump und Jive verschrieben hat, heizten dem Publikum ordentlich ein.
Zum Eröffnungstitel "Jump`n Jive" wirkt das Publikum noch ein wenig reserviert- manch einer hat vermutlich den Stress der Arbeitswoche noch nicht abschütteln können oder wartet erst einmal ab, was der Abend noch so bringt. Das Sextett schafft es aber recht schnel, dieses Eis zum schmelzen zu bringen, um im Bild zu bleiben. Besonders Energiebündel Toby Schiller, Bandleader an Klarinette und Saxofon sowie Sänger in Personalunion, gibt auf der Bühne alles- linkisch-charmante Anmoderationen voller Selbstironie und Situationskomik inklusive. Das Sakko seines flaschengrünen Anzugs im Stil der 1930er- Jahre legt er bereits zum zweiten Titel ab, um mit seinen Kollegen Sven Kalis (Schlagzeug), Joachim Dette (Bass), Christian Weichert (Piano) sowie Posaunist Robert Gutowski und Trompeter Achim Rothe noch eine Schippe drauflegen zu können. Und der Funke springt über: Der swingende Beat geht in Füße, Knie und Finger der Zuhörer über, ernste Minen entspannen sich, erste Lächeln sind zu sehen.
Egal, ob Nat King Cole, Miles Davis oder Benny Goodman: Die sechs Toby Tones werden all Ihren musikalischen Vorbildern mehr als gerecht, was auch an dem hohen musikalischen Niveau jedes einzelnen Musikers liegt. Die Brass-Sektion Schiller/Gutowski/Rothe glänzt beispielsweise bei Frank Sinatras "Fly Me to the Moon" als geschlossenes Ensemble. Posaunist Gutowski meistert beim folgenden "Me, Myself and I" (Billie Holiday) mühelos die Doppelbelastung als Instrumentalsolist und Leadsänger. Achim Rothe brilliert beim Miles- Davis- Titel "Stella by Starlight" mit relaxtem Trompetensound und Dämpfereinsatz.
Christian Weichert wird seinem Ruf als "Mann mit den 13 Fingern" (Schiller in seiner Ansage) mehr als einmal gerecht - ein umjubelter Boogie sowohl ein Solo-"Gigolo" sind Belege dafür. Und auch Sven Kalis erweckt mehr als einmal den Verdacht, zusätzliche Gliedmaßen zu verstecken. Anders sind das teils atemberaubende Tempo und die hochkomplexen Beats, mit denen er seine Fill-ins versieht nicht zu erklären. Joachim Dette zupft den Bass, als ginge es um sein Leben - mit einem für einen Bassisten ungewöhnlich temperamentvollen Spiel. Bei "Honeysuckle Rose", einem Titel des großen Bandvorbilds Louis Prima, holt jeder der sechs schier das Letzte und Beste aus seinem Instrument. Toby Schiller zeigt zudem, was mittels Zirkularatmung auf dem Saxofon möglich ist, nämlich schier endlose und buchstäblich atemberaubende Phrasen - um danach weiterzusingen, als sei nichts Spektaküläres passiert. Das Publikum rastet aus.
       Auch eigene Titel hat die Band im Programm. In diesem Fall ist es der einzige deutschspprachige des Abends: "Kuschelst du dich an mich ran" bestich durch swingende Leichtigkeit und mehrstimmigen Hintergrundgesang. Zum Finale gibt`s den Klassiker "Sing, Sing, Sing". Die Bläserabteilung rohrt, das Schlagzeug mutiert zur Schießbude und zieht alle Register. Auch der Rest der sechs gibt alles, gesanglich wie instrumental. Kalt lässt das keinen im Publikum, das restlos hingerissen ist und dies mit jubelnden Ovationen auch deutlich zu Ausdruck bringt.
Ein äußerst gelungener Auftakt der diesjährigen IKM-Saison also, die im Zeichen eines Jubiläums und auch eines Abschieds steht: Im 25. Jahr der Musiktage verabschiedet sich der künstlerische Leiter Romeo Tudorace in den Ruhestand. "Uns hat es sehr gefallen" bilanciert er seine Arbeit an diesem Abend. Seinem Urteil ist auch bei diesem Konzert nichts hinzuzufügen.

Rhein-Zeitung 

Ende des Jahres 2004 durften the Toby Tones das neu gestaltete Logo der TOBIS Film GmbH & Co. KG neu vertonen (zu hören im Kino, auf DVD und im TV bei vielen Filmen der TOBIS seit 2005). Schließlich eroberten sie sich einen Platz im Bereich der Galaveranstaltungen.
So spielten sie zum Beispiel bei der Verleihung der goldenen Sportpyramide 2006 im Hotel Adlon, bei verschiedenen Veranstaltungen im Kempinski Hotel in Heiligendamm, mehreren Veranstaltungen im Tipi und der Bar jeder Vernunft (u.a. zum Geburtstag von Sandra Maischberger), beim Sommerfest 2006 des Magazins Stern und beim Ball der Künste 2008 in München. Im April des Jahres 2009 nahm die Band ihre erste CD mit dem Titel: »introducing the Toby Tones« auf. 2010 gab es einen Auftritt bei der Verleihung des Henri Nannen Preises in Hamburg und  später im Jahr ein Engagement  in der Autostadt (VW) in Wolfsburg und ein Konzert (Triobesetzung) auf dem berühmten Rheingau Musikfestival, sowie einen Auftritt beim Bundespresseball im Hotel Interkontinental in Berlin.